150 Jahre Imkerverein Ober-Ramstadt

Im Jahre 2012 feierte der Imkerverein Ober-Ramstadt seinen 150. Geburtstag. Die Gründung der Sektion Ober-Ramstadt erfolgte zeitgleich mit der Gründung des Starkenburger Bienenzüchtervereins.  

Seit 1847 war Dr. Friedrich Alefeld (1820–1872) als Arzt in Ober-Ramstadt tätig. Neben seinem Beruf betrieb er auch umfangreiche biologische Forschungen über die deutschen Nutzpflanzen und die Wirkung von Kräuterbädern. Sein ganz besonderes Interesse galt aber den Bienen. Er verfasste ein viel beachtetes Buch über „Die Bienenflora Deutschlands und der Schweiz“. Dr. Alefeld stand auch mit zwei Imkerkollegen aus dem benachbarten Rohrbach, dem Lehrer Nicolaus Heil und dem Pfarrverwalter Georg Luft, in einem wissenschaftlichen Gedankenaustausch. Bei der Versammlung in Darmstadt wurde Dr. Alefeld Vorsitzender des Starkenburger Vereins, Lehrer Heil wurde zum Rechner gewählt. Vorsitzender der Sektion Ober-Ramstadt wurde der Landwirt Johann Karl Walter. Die Bedeutung der Ober-Ramstädter Sektion wird auch dadurch belegt, dass die Jahresversammlung der Starkenburger Dachorganisation schon 1865 in Ober-Ramstadt tagte. Nach einem Bericht in der Zeitschrift „Die Biene“ waren in der hiesigen Sektion alle Gemeinden des Landratsbezirks Reinheim zusammengeschlossen.

Nach dem frühen Tod Alefelds (1872) fehlte hier die zentrale Persönlichkeit. Auch der Vorsitz der Sektion verlagerte sich nun teilweise nach Reinheim oder Modau. Entsprechend änderte sich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts der Name in Sektion Reinheim oder Modautal. Die Ober-Ramstädter Imker waren spätestens ab 1900 überwiegend in der Sektion Modautal als Mitglieder tätig. 1921 trennten sich die Ober-Ramstädter Imker von der Sektion Modautal und verwendeten wieder den ursprünglichen Namen „Sektion Ober-Ramstadt“.